Lungenkrebsscreening – was Sie wissen sollten
(bisher nur für GKV ausgelegt)
Ab 2026 wird in Deutschland ein neues Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs eingeführt. Es richtet sich an Menschen mit einem erhöhten Risiko – vor allem langjährige Raucherinnen und Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren.
Wie funktioniert das Screening?
Die Untersuchung erfolgt mit einer sogenannten Niedrigdosis-Computertomografie (CT). Dabei kann die Lunge einmal jährlich mit einer geringen Strahlenbelastung untersucht, um mögliche Tumoren frühzeitig zu entdecken.
Für Internisten, Allgemein- und Arbeitsmediziner ist jedoch eine besondere Fortbildung erforderlich
Wer kann teilnehmen?
Teilnahmeberechtigt sind:
- Aktive Raucherinnen und Raucher
- Ehemalige Raucher (Rauchstopp vor höchstens 10 Jahren)
- Mindestens 25 Jahre Rauchdauer und entsprechende Rauchmenge
- Rauchhistorie von mindestens 15 Packungsjahren
- Packungsjahr = z.B. Konsum von 1 Packung (20 Zigaretten) pro Tag über ein Jahr oder zwei Jahre lang 10 Zigaretten/Tag
Pro und Kontra
Welchen Nutzen hat die Untersuchung?
Studien zeigen:
- Lungenkrebs kann durch das Screening häufiger in einem frühen, gut behandelbaren Stadium erkannt werden
- Aus den Studien wird abgeleitet, dass in einem Zehnjahreszeitraum 5 von 1.000 zum Screening eingeladene Menschen weniger an Lungenkrebs sterben als ohne Früherkennung
Gibt es auch Risiken?
Ja, wie bei jeder Früherkennungs-Untersuchung gibt es auch Nachteile:
- Falsch positive Befunde: Auffällige Ergebnisse, die sich später als harmlos herausstellen können
- Weitere Untersuchungen: Diese können belastend sein und manchmal auch invasive Eingriffe nach sich ziehen
- Überdiagnosen: Es können Tumoren entdeckt werden, die nie Beschwerden verursacht hätten
- Strahlenbelastung: Das Risiko einer zusätzlichen Krebserkrankung aufgrund der Strahlenbelastung wird bei jährlichem Screening über 25 Jahre bei Frauen auf weniger als 3 von 1.000, bei Männern auf 1 von 1.000 geschätzt.
- Ein klinisch relevanter Nutzen eines Screenings und der anschließenden Therapie, der die Risiken überwiegt, muss in der Regel im Rahmen kontrollierter Studien im Vergleich mit keiner (wirksamen) Screeningmaßnahme mit ausreichender Sicherheit belegt werden.
- Ein gesicherter Einfluss auf die Gesamtmortalität ergibt sich aus den bisherigen Daten nicht
Warum ist eine gute Beratung wichtig?
Ob eine Teilnahme sinnvoll ist, hängt immer von der persönlichen Situation ab. Deshalb ist eine individuelle ärztliche Beratung besonders wichtig, um Nutzen und Risiken gemeinsam abzuwägen.
Unsere Praxis – Ihre kompetente Anlaufstelle
Unsere Praxis gehört zu den ersten Einrichtungen, die die spezielle Weiterbildung für das Lungenkrebsscreening erworben haben.
Damit können wir Sie:
- qualifiziert zur Teilnahme beraten
- individuell über Chancen und Risiken aufklären
- und Sie sicher durch den gesamten Prozess begleiten
Das nachfolgende Formular wird quasi als „Überweisung“ zum Radiologen benötigt.


