Bald ist es auch in Frankfurt wieder soweit!
42,195 Kilometer bedeuten für das Herz eine außergewöhnliche Ausdauerbelastung.
Eine aktuelle Langzeituntersuchung der Pro-MagIC-Studie liefert hierzu interessante Erkenntnisse.
Direkt nach dem Marathon zeigte sich:
- eine vorübergehende Reduktion der rechtsventrikulären Auswurffunktion
- ein Anstieg des Troponin-T-Wertes als Ausdruck der intensiven kardialen
Beanspruchung
Entscheidend: was langfristig passiert!?
- Die Funktion des rechten Herzens normalisierte sich innerhalb weniger Tage.
- Über zehn Jahre fand sich kein Hinweis auf eine dauerhafte
Beeinträchtigung der rechtsventrikulären Funktion. - Troponinanstieg war nicht mit späteren Veränderungen der
Herzfunktion verbunden. - Auch Veränderungen des linken Ventrikels lagen im physiologischen Bereich
Was bedeutet das für Läuferinnen und Läufer?
Die Daten sind zunächst beruhigend: Bei gesunden, trainierten Läufern scheint selbst eine extreme Ausdauerbelastung wie ein Marathon keine dauerhafte Schädigung der Herzfunktion zu verursachen.
Gleichzeitig zeigt die Untersuchung eindrucksvoll, wie stark das Herz während eines Marathons gefordert wird. Und genau hier wird eine individuelle sportkardiologische Beurteilung interessant.
Denn „Ich kann einen Marathon laufen“ und „Mein Herz ist für diese Belastung optimal vorbereitet“ sind nicht zwangsläufig dasselbe. Trainingszustand, Alter, individuelle kardiovaskuläre Risikofaktoren, Vorerkrankungen und insbesondere belastungsabhängige Beschwerden sollten bei der Beurteilung berücksichtigt werden.
Sportmedizin und Kardiologie
gehören deshalb für uns zusammen!
Das Ziel muss sein, sportliche Belastung medizinisch fundiert und individuell zu begleiten.
Mit kardiologischer Diagnostik, Echokardiografie und Belastungsuntersuchungen lässt sich die individuelle Leistungsfähigkeit beurteilen und das Herz unter Belastung gezielt betrachten.
Denn wer sein Herz kennt,
kann seine Leistungsfähigkeit besser einschätzen.